Trügerische Idylle in afrokolumbianischen Dörfern

Die Menschenrechtsarbeit in Tumaco, Kolumbien stellt COMUNDO-Fachperson Yvonne Massoth immer wieder vor neue Herausforderungen. An gewissen Orten hat die Gewalt nach dem Waffenstillstand zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC zugenommen, da ein Machtvakuum entstanden ist und neue bewaffnete Gruppierungen um ehemalige Gebiete der FARC kämpfen. Aus Sicherheitsgründen muss Yvonne Massoth ihre Arbeit immer wieder mal umdisponieren.

Die Bevölkerung in den afrokolumbianischen Gemeinden entlang der Flüsse ist eine wichtige Zielgruppe für die Diözese Tumaco. In den verkehrsfreien Orten inmitten von Kokospalmen herrscht Idylle, doch diese ist trügerisch: Es fehlt an jeglicher Infrastruktur, an Gesundheits- und Wasserversorgung sowie an sanitären Anlagen. Yvonne Massoth und ihr Team führen Workshops durch und stellen Kommunikationsmaterial für ein Video zusammen, das zur Visualisierung der Problematik und für die Lobbyarbeit gegenüber den Behörden dient. Ziel ist, dass dank öffentlicher Investitionen möglichst viele Häuser mit einer eigenen Toilette ausgestattet werden können.

Viele Menschen haben Schlimmes erlebt, doch werden die Traumata kaum behandelt. Die Hemmschwelle, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist oftmals gross. Yvonne Massoth prüft deshalb spezielle Angebote für Opfer in Kooperation mit der Opfervereinigung.

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