Bernerin engagiert sich mit COMUNDO in Peru

Die Bernerin Bianca Binggeli reist Anfang Januar als Fachperson von COMUNDO nach Peru aus. Sie wird sich in einer Region, die stark vom Bergbau betroffen ist, für die Rechte der indigenen Bevölkerung und den Schutz der Lebensgrundlagen einsetzen. 

Bianca Binggeli, Praktikantin Peru, Red Muqui

Bianca Binggeli engagiert sich schon länger auf freiwilliger Basis für die Konzernverantwortungsinitiative zum Schutz von Mensch und Umwelt, die von COMUNDO mitgetragen wird. Diese will Konzerne dazu verpflichten, die Menschenrechte auch bei ihren Geschäften im Ausland zu respektieren. «Als Mitglied der Regionalgruppe Zürich organisierte ich Standaktionen, Filmabende und Vorträge zum Thema», erzählt sie. Jetzt hat sich die 28-Jährige für einen einjährigen COMUNDO-Einsatz in Peru entschieden, um die betroffene Bevölkerung direkt vor Ort zu unterstützen.

Fluch der Rohstoffe
Das peruanische Hochland ist reich an Rohstoffen. Doch anstatt von den Erträgen durch den Bergbau profitieren zu können, leidet die indigene Bevölkerung unter der starken Umweltverschmutzung. Die Folge sind gewaltsame Konflikte zwischen der indigenen Bevölkerung und Vertretern der Bergbauunternehmen oder des Staats, die oft zu schweren Menschenrechtsverletzungen führen. «Dagegen wehrt sich das Netzwerk Red Muqui, ein Zusammenschluss aus 29 peruanischen Organisationen, bei dem Bianca Binggeli mitarbeiten wird», sagt Paul Mathis, Landesprogrammverantwortlicher von COMUNDO. «Gemeinsam wollen wir die Bevölkerung dazu befähigen, bei Bergbauvorhaben mitreden und Einfluss nehmen zu können. Unser Ziel ist eine neue, sozial und ökologisch anerkannte Form des Bergbaus, die Rücksicht nimmt auf eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Lebensgrundlagen.»

Sensibilisierung für Bergbau-Problematik
Bianca Binggeli wird Red Muqui in der Kampagnenarbeit und bei der Sensibilisierung rund um die Bergbau-Problematik unterstützen. Die Bernerin mit ecuadorianischen Wurzeln hat Medienwissenschaften und Sozialanthropologie studiert und kürzlich den Master «Weltgesellschaft und Weltpolitik» der Universität Luzern abgeschlossen. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit bringt sie bereits Erfahrung mit. So war sie bei Helvetas im Bereich der Online-Kommunikation tätig und machte ein Praktikum bei der NGO Incomindios. «Da ich mich sehr für andere Kulturen interessiere, freue ich mich auf die direkten Begegnungen und den beruflichen Austausch mit der einheimischen Bevölkerung», so Bianca Binggeli. Was sie in Peru genau erwartet, ist ungewiss. Doch genau darauf freut sie sich und hofft, dass sich in Lima für sie die Möglichkeit ergibt, neben der Projektarbeit auch ihrer Leidenschaft, dem Theaterspiel, nachgehen zu können. Wenn sie aus Peru zurückkommt, plant sie bereits ein nächstes Studium – diesmal möglicherweise im Umweltbereich, der ihrer Meinung nach in der Entwicklungszusammenarbeit eine Schlüsselrolle einnimmt.


Wir freuen uns, wenn Sie den Einsatz von Bianca Binggeli unterstützen möchten.

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