Von der Werkstatt in den Slum

Aus Liebe zu Sambia: Bertram und Sibylle Tasch haben sich nach drei Jahren Einsatz zu einem weiteren Engagement vor Ort mit COMUNDO entschieden. 

Es geht weg von Mpanshya. Weg von den Werkbänken, den Sägen und Lötkolben, weg von der Arbeit in einer Handwerkerschule in der Ländlichkeit Sambias. Drei Jahre lang hat KFZ-Meister Bertram Tasch mit seiner Frau Sibylle hier gelebt und gearbeitet. Als Fachperson von COMUNDO unterstützte er das «Training Center Mpanshya» (TCM), unterstützte die Ausbildner und beriet den Manager, bis sicher war, dass der Wissenstransfer stattgefunden hatte und das TCM seine Arbeit ohne Unterstützung weiterführen kann. So dass noch viel mehr Jugendliche vor Ort eine Ausbildung als Schreiner oder Metallbauer absolvieren können und damit bessere Erwerbschancen haben.

Ndola ist nicht Mpanshya. Ndola liegt 800 km weit im Norden, im «Copperbelt» von Sambia. Ndola ist eine Industriestadt, geprägt von Bergbau und Kupferindustrie. Aus Mpanshya wandern Menschen ab, in Ndola wandern sie zu. Doch wer in Ndola arbeitslos ist, hungert. Und arbeitslos sind viele. Zwei grosse Slums erstrecken sich am Rand der Stadt.
Dort wird Bertram Tasch ab Januar 2019 wieder mit COMUNDO arbeiten, diesmal mit vor allem mit Strassen- und Waisenkindern. «Cicetekelo Youth Project» nennt sich seine künftige Partnerorganisation; «cicetekelo» heisst «Hoffnung» auf Ndemba. Die Hoffnung liegt in einer besseren Zukunft durch Schul- und Berufsbildung. Bertram Tasch wird sein Wissen einsetzen, um die handwerkliche Ausbildung für Jugendliche weiterzuentwickeln. «Die Stelle ist wie auf mich zugeschnitten», freut er sich. Auch Sibylle will mit Cicetekelo zusammenarbeiten: Die Künstlerin möchte als COMUNDO-Fachperson in den Bereichen Kunsterziehung und Förderung der Kunsthandwerkstatt tätig sein, die Abklärungen laufen.

Eine weitere, sehr zentrale Freude für Bertram und Sibylle Tasch ist die Aussicht, drei weitere Jahre in Sambia verbringen zu können: «Wir schätzen die Herzlichkeit, die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen hier sehr», sind sie sich einig. Das Eintauchen in die sambische Kultur hat Lust auf mehr gemacht – schliesslich habe man nach drei Jahren erst etwas an der Oberfläche gekratzt. «Im letzten halben Jahr haben wir gespürt, dass wir Teil der Gemeinschaft geworden sind, dass die Menschen uns jetzt vertrauen», sagt Sibylle Tasch. «Solche Dinge brauchen einfach Zeit.»

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