#SOS Nicaragua – ein Land in Aufruhr

Nicaragua befindet sich seit April 2018 im Ausnahmezustand. Demonstrationen führten zu rigorosen Festnahmen und die Willkür der Regierung nur zu noch mehr Wut. COMUNDO-Fachperson Madeleine Colbert wird am 18. Dezember 2018 in Luzern von ihren Eindrücken aus dem Land in der Krise erzählen.

Seit dem April 2018 ist Nicaragua nicht mehr dasselbe Land. Ursprünglich waren es Rentner/innen, die protestierten: gegen Erhöhungen von Sozialversicherungsbeiträgen und Streichungen von Pensionsgeldern. Doch der Protest wuchs schlagartig. Bald demonstrierten im ganzen Land Menschen auf den Strassen gegen Unterdrückung, Pressezensur und Korruption. 
 
Die Regierung ging gewaltsam gegen die Protestanten/-innen vor. Über 350 Personen haben ihr Leben verloren, Hunderte sind verschwunden, in politische Gefangenschaft geraten oder ins Nachbarland Costa Rica geflohen. Seit Mitte Juli scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Doch der Schein trügt. Inmitten des vermeintlich normalen Alltags herrscht allgegenwärtige Angst vor der repressiven Regierung Ortegas.
 
Die Sozialanthropologin Madeleine Colbert ist seit September 2017 mit COMUNDO in Nicaragua im Einsatz. Sie engagiert sich im Bereich der Frauenförderung bei der Landarbeiter- und Kleinbauernorganisation ATC-UNAPA in Matagalpa. Im «Bistro Mondial» im RomeroHaus in Luzern berichtet sie darüber, wie sie die Proteste der vergangenen Monate und die politischen Ereignisse erlebt hat.
 
Dienstag, 18. Dezember 2018, 18.00 Uhr, im RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern. Eintritt frei – Kollekte

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