Neue Ausbildung in der Landwirtschaft

Mirko Pichierri, Chemiker und Techniker

Mirco Picherri
Nach einem ersten dreijährigen Einsatz in Nicaragua im Bereich Ökotourismus (weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier), hat Mirko Pichierri entschieden für weitere 3 Jahre ein innovatives Projekt einer anderen Partnerorganisation – der Universidad La Salle (ULSA) – zu unterstützen. 

Die ULSA bietet auf den lokalen Kontext angepasste Ausbildungsmöglichkeiten an. Neu wird es einen Hochschulabschluss «Agro-industrielle Verarbeitungsprozesse» geben. Prozesse mit hohen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards sollen landwirtschaftlichen Produkten einen Mehrwert verschaffen und eine bessere Vermarktung ermöglichen. Der praktische Teil der Ausbildung und Forschung wird in direkter Zusammenarbeit mit den Bauern der Region durchgeführt. Dabei werden Pilotprojekte gefördert (z.B. bei der Produktion von Bonbons mit Heilpflanzen, Marmeladen, kandierten Früchten, ätherischen Ölen, Keksen mit hohem Eisengehalt, Recycling-Material usw.). Es werden junge Techniker ausgebildet, die sowohl Maschinen für Verarbeitungsprozesse anwenden, wie auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen entwickeln können. 

Mirko Pichierri unterstützt ULSA bei
  • der Planung und Erarbeitung dieser neuen Ausbildung in agro-industriellen Verarbeitungsprozessen
  • der Formulierung und Umsetzung von produktiven Projekten und/oder angewandten Forschungsprojekten im Bereich Verarbeitung und Förderung von landwirtschaftlichen Produkten
  • der Vorbereitung einer Lehrergruppe innerhalb der ULSA, die fähig ist, agroindustrielle Prozesse zu fördern und die Studierenden im Lernprozess zu begleiten
  • der Vorbereitung eines Schullabors für agroindustrielle Prozesse mit Instrumenten für chemische und biologische Analysen
  • der Systematisierung von erfolgreichen Erfahrungen, um diese in weiteren Regionen des Landes zu verbreiten.
Die Partnerorganisation
Die ULSA ist eine technische Berufsuniversität, die von der Kongregation La Salle 2003 gegründet wurde und Bestandteil des Instituto Politecnico La Salle ist. Dieses wiederum war ursprünglich ein Waisenhaus, wo verschiedene Basisausbildungen in Berufen wie Schneiderei, Automechanik, Schreinerei angeboten wurden. Seit 1971 ist es eine anerkannte Berufsschule auf Mittelstufe mit technisch-industrieller Ausrichtung für Jugendliche aus ärmeren Familien. 2003 wurden die Ausbildungsmöglichkeiten auch auf Ebene Universität ausgebreitet und aktuell studieren an der ULSA 400 Studenten verschiedene Ingenieurswissenschaften. Der theoretisch-praktische Ansatz der Ausbildung ist in Nicaragua einzigartig. 
 
Ziel des Projekteinsatzes
Projektziel ist es, eine umfassende technische Berufsausbildung in Nicaragua anzubieten, die gute Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Die theoretischen Kenntnisse werden in praktischen Anwendungs- oder Forschungsprojekten in enger Zusammenarbeit rurale Gemeinschaften oder Genossenschaften vertieft. Damit haben alle Teilnehmenden ihren Gewinn davon.

Mehr Infos zu diesem Projekt (auf Italienisch)

Eckdaten des Einsatzes


Dauer: 1.2.2017 - 31.1.2020

Partnerorganisation: Universidad la Salle Website

Bereich: Existenzsicherung 

 

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