Auf dem Weg zur Mitbestimmung

März 2018

Protagonistin unseres Hauptthemas in der März-Ausgabe von HORIZONTE PLUS ist die Dramatherapeutin Alicia Tellez, die mit COMUNDO in Aguablanca in Kolumbien im Einsatz ist. Sie arbeitet mit Jugendlichen in Theater- und Zirkusprojekten und hilft ihnen auf spielerische Weise dabei, die Alltagssorgen für einen kurzen Moment zu vergessen.

Weitere Themen in dieser Ausgabe:
  • Wen interessiert die Politik? Die Schweizer Bevölkerung kann die Politik an der Urne mitbestimmen. Trotzdem ist sit die Wahlbeteiligung tief. Warum das so ist? Ein Gespräch mit dem Politologen Nenad Stojanovic sucht nach Antworten.
     
  • In Bolivien ist politische Mitbestimmung gesetzlich verankert: Bürger/innen können die Staatsführung kontrollieren. So soll zum Beispiel Korruption vermieden werden. Wie das geht? Ein Gespräch mit Lourdes Chávez, Mitbegründerin der COMUNDO-Partnerorganisation Acovicruz in Bolivien gibt Aufschluss.      
     
  • Weitere Themen im März-Heft: Porträt einer ehemaligen Fachperson – zurück aus dem Einsatz, was nun?; Bericht über den aktuellen Stand der Konzernverantwortungsintitiative (KOVI); Kurzporträts der neuen Fachpersonen, die im Spätherbst mit COMUNDO in den Einsatz gereist sind; diverse Hinweise zu Aktualitäten von COMUNDO u.v.m.

Titelgeschichte: Zirkusprojekt in Aguablanca

«Hier kann ich mich selber sein»

Alicia Tellez Aguablanca Kolumbien
Aguablanca gilt als eine der gefährlichsten Gegenden der Welt. Ein Zirkus für Jugendliche gibt ihnen eine Struktur und neue Perspektiven – so dass sie zu aktiven Akteuren/-innen der Gesellschaft werden können. COMUNDO-Fachperson Alicia Tellez begleitet sie dabei.
Der Bezirk Aguablanca gehört zu Cali, einer kolumbianischen Stadt mit rund einer Million Einwohnern. Vor vierzig Jahren gab es diesen Stadtteil noch nicht. Er entstand erst, nachdem Menschen, die vor dem bewaffneten Konflikt oder Naturkatastrophen flüchteten, und Arme, die aus der Stadt vertrieben wurden, hier eine Zuflucht fanden. Die städtische Entwicklung wurde nicht auf dem Reissbrett geplant. Es gibt weder Grünflächen noch Begegnungsorte und nur wenig Privatsphäre.

alicia Tellez, Colombia, FORCULVIDA, promozione della pace, Aquablanca, Cali, artista

Zirkus in Aguablanca Kolumbien

Zirkus in Auguablanca Projekt Tellez Kolumbien

Für die COMUNDO-Fachpersonen, die in dieser Region arbeiten, gilt ein strenges, 16seitiges Sicherheitsprotokoll. Aguablanca ist eine der gefährlichsten Gegenden der Welt. Trotz des kürzlich vereinbarten Waffenstillstands zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc ist der Alltag weiterhin von Gewalt geprägt. Die Geldverleiher töten jeden, der seine Schulden nicht bezahlt. Viele Mädchen werden als Opfer wegen der verfrühten Sexualisierung sehr jung schwanger. Zu einer Theaterimprovisation aufgefordert, stellen die Kinder oft Mordszenen, Beerdigungen oder Hochzeiten dar.

Zirkus in Aguablanca Projekt Tellez Kolumbien

Zirkus in Aguablanca Projekt Tellez Kolumbien

Zirkus in Aguablanca Projekt Tellez Kolumbien

Die Organisation Forculvida (Asociación Forjadoras de la Cultura de la Vida, «Lebenskulturschmiede») sieht sich mit ihrem künstlerischen und kulturellen Angebot als Gegenpol zur täglich herrschenden Gewalt. Sie will Kinder und Jugendliche ganzheitlich fördern, damit sie zu Akteuren/innen werden, die die soziokulturelle Entwicklung ihrer Stadt mitgestalten. Ein Projekt der Organisation ist der Zirkus Capuchini, der hauptsächlich auf den Strassen der verletzlichsten Quartiere von Aguablanca präsent ist.

Artikel in voller Länge (PDF 1.90 MB)

Redaktionsteam

Sylvie Eigenmann

Redaktionsleiterin HORIZONTE plus
T +41 58 854 11 44
sylvie.eigenmann@comundo.org

Christa Arnet

Projekt Management
T +41 58 854 11 45
christa.arnet@comundo.org