Zehn Jahre nach dem COMUNDO-Einsatz

Ein Einsatz mit COMUNDO wirkt nach – auch viele Jahre später. Welche Türen öffnete er unseren ehemaligen Fachpersonen, und was nehmen sie aus dieser Zeit für sich mit? Alessandra Genini erzählt.

«Ich arbeite gern für eine Organisation, mit der ich mich identifizieren kann»: Alessandra Genini (2. v.l.) ist heute Vorstandsmitglied von COMUNDO. Bild: Marcel Kaufmann

Alessandra Genini küm­mert sich heute um das Programm von Terre des Hommes Schweiz für Burkina Faso und Mali. Sie ist Mitglied des COMUNDO-Trägerver­eins Inter­-Agire, seit sie während einer Ausbildung zur Animatorin Bekannt­schaft mit zwei charismatischen und im Verein damals sehr aktiven Personen machte: Antonella Borsari und Emmi Salmina, die sie in die Arbeit der NGO einführten. «Mir wurde sofort klar, dass es das war, wonach ich suchte! Ich stand gerade vor dem Abschluss meines Stu­diums in Politikwissenschaften und kurz darauf begann ich meinen Weg bei Inter­-Agire.» Dass sie eines Tages ins Ausland gehen wollte, war ihr schon früh bewusst geworden. Alessandra Genini erinnert sich: «In der Mittel­schule besuchte ich eine Präsentation von zwei Mädchen, die ein Volontariat in Indien gemacht hatten. Da realisierte ich, dass ich so etwas eines Tages auch machen wollte.»

Aus dem Traum wurde Wirklichkeit, als sie 2008 das Angebot erhielt, in Cochabamba, Bolivien, mit dem Insti­tuto de Formación Femenina Integral (IFFI) an der Förderung der Frauenrechte zu arbeiten. Im ersten Jahr ihres Prakti­kums setzte sich Alessandra hauptsäch­lich für die verbesserte Organisation von Kursen über die Rechte der Frauen und ihre politische Integration ein. «Ich war die jüngste Mitarbeiterin im Team und ich war als Letzte gekommen. Natürlich hatte ich ein bisschen Angst, auch we­gen meiner spärlichen Sprachkennt­nisse. Doch meine Kolleginnen haben mich sofort aufgenommen und mir den Zugang zu den laufenden Tätigkeiten er­leichtert.» Knapp eine Woche nach ihrer Ankunft fand das Festival «Warmi­pachakuna» («Universum der Frauen») statt, an dessen Durchführung sie mit ihren Kolleginnen beteiligt war. Diese Veranstaltung prägte das Debüt von Alessandra Genini im IFFI nachhaltig: «Es war ein tolles, intensives, sehr dyna­misches und motivierendes Wochen­ende.»