Neue Fachpersonen brechen in den Süden auf

Acht Frauen und Männer reisen demnächst als COMUNDO-Fachpersonen in verschiedene Länder der Welt aus beziehungsweise sind bereits vor Ort, um sich gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort für mehr soziale Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen einzusetzen.

Neue Fachpersonen berechen in den Süden auf

Startbereit – die neuen Fachpersonen: Andrés Dehmel, Kristin Hentschel, Lisa Macconi, Karen Pfefferli, Luca Heim (v.l.n.r. hinten), Anne-Margarita Erbe, Lorenz Schwarz, Alex Brandino (mitausreisender Partner von Lisa Macconi) und Stefanie Hallberg.   

Im Mai 2018 sind die zukünftigen Fachpersonen auf der Geschäftsstelle von COMUNDO in Luzern während drei intensiven Wochen auf ihren dreijährigen Einsatz bzw. ihr einjähriges Praktikum in Lateinamerika, Afrika und in den Philippinen vorbereitet worden.
 
Andrés Dehmel, 57, Sozialpädagoge: Perspektiven für Menschen in Migration in Bolivien
Seit Mitte Juli setzt Andrés Dehmel sich für Menschen ein, die auf der Suche nach Lebensperspektiven vom Land in die Stadt flüchten. Diese meist jungen Menschen sind in ihrer prekären Situation verletzlich, Viele sind allein, ohne soziales Netz oder Anlaufstelle, und leben auf der Strasse. Er stärkt und unterstützt die Partnerorganisation ‚Pastoral de la Movilidad Humana‘ in der Organisationsentwicklung.
 
Anne-Margarita Erbe, 54, Lateinamerikanistin und Publizistin: Landwirtschaftliche Ausbildung fördern in Bolivien
Die aus Süddeutschland stammende Anne-Margarita Erbe übernimmt seit Mitte Juli in der Partnerorganisation ‚Fundación Colonia Piraí‘, einer 1973 von Jesuiten mit Strassenkindern am Stadtrand von Santa Cruz gegründeten Organisation, eine wichtige Funktion in der Wissensvermittlung. Die jungen Auszubildenden der Landwirtschaftsschule mit Internat kommen aus ländlichen Regionen im Tiefland Boliviens, in denen die Lage vieler Familien schwierig ist.
 
Stefanie Hallberg, 56, Journalistin: Zugang zu Bildung verbessern in Kenia
Ab September 2018 unterstützt Stefanie Hallberg die Partnerorganisation Kesho bei der Mittelbeschaffung, Bewusstseinsbildung und beim Wissensmanagement. Das Ziel der Partnerorganisation von COMUNDO ist ein besserer Zugang zu Bildung und Arbeit für junge Menschen aus benachteiligten Familien. «Bei Kesho kann ich meine langjährige Berufserfahrung im Journalismus und in der Online-Kommunikation in ein sinnvolles Projekt einfliessen lassen, von dem ich voll und ganz überzeugt bin», freut sich die Journalistin aus Köln.
 
Luca Heim, 30, Geograf: Verbesserung der Lebensgrundlagen in Kenia
In seinem Jahrespraktikum setzt sich Luca Heim seit Anfang August in der Partnerorganisation Community Organisation and Training for Risk Reduction(COTRR) für die Rechte von Gemeinschaften in und um Nairobi ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Vereinfachen und Verbessern der Lebenssituation. Seine Motivation für den Einsatz ist, sich im globalen Süden zu engagieren, die Erfahrungen in den Norden zu tragen und die Leute dazu zu bewegen, aktiv zu werden. 
 
Kristin Hentschel, 31, Agronomin: Förderung ökologischer Landwirtschaft in den Philippinen
Ab Anfang September wird Kristin Hentschel die Partnerorganisation Sisters of the Immaculate Heart of Mary/Organic Practitioners Partnership for Development (SIHM-OPPD) in der Förderung ökologischer Landwirtschaft unterstützen. Ihre Hauptaufgabe wird die Schulung und Begleitung von Landwirten/-innen sein.   
 
Lisa Macconi, 36, Soziologin, mit Alex Brandino (36, mitausreisender Partner): Stärkung von Frauenorganisationen in Bolivien
Lisa Macconi unterstützt die Partnerorganisation Instituto de Formación Femenina Integral (IFFI) seit Anfang August im Bereich Gleichstellung und Mithilfe bei der Einrichtung einer Beobachtungsstelle für Steuergerechtigkeit aus geschlechterspezifischer Perspektive.
 
Karen Pfefferli, 30, Spezialistin für Entwicklung und internationale Beziehungen: Förderung friedlicher Konfliktlösungen in Kolumbien
Bei ihrer früheren Tätigkeit setzte sich Karen Pfefferli auf internationaler Ebene bereits für die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen ein. «Nun möchte ich mich stärker an der Basis, in direktem Kontakt mit betroffenen Gemeinschaften engagieren und Prozesse anstossen, in denen wir gemeinsam lernen können», sagt die 30-Jährige. Ende August reist sie deshalb für einen dreijährigen Einsatz mit COMUNDO nach Kolumbien. Dort wird sie beim «Centro de Investigación y Educación Popular» (CINEP) beim Aufbau eines Mediationsprogramms mitarbeiten.
 
Lorenz Schwarz, 49, Kommunikationsberater: Förderung benachteiligter Menschen in Kenia
In Nyahuru, Kenia, wird sich Lorenz Schwarz ab Anfang Oktober bei L'Arche Kenya engagieren. Die Partnerorganisation unterstützt Waisenkinder, Gewaltopfer, HIV-Infizierte und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Lorenz Schwarz wird die interne Kommunikation der Organisation, die mit rund 800 Freiwilligen zusammenarbeitet, stärken und sich dafür engagieren, dass L'Arche Kenya auch in der Öffentlichkeit bekannter wird.

Wir freuen uns, wenn Sie die Arbeit unserer Fachpersonen unterstützen möchten. Hier können Sie online für eine ausgewähltes Projekt spenden.
 

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