Erste Bilanz nach 6 Monaten im Einsatz in Kenia

Was die eigenen Wände, die Menschen in der Umgebung, die Prioritäten im Aufgabengebiet, den Obsthändler mit den besten Orangen anbelange, habe er sich nach dem halben Jahr in Embu, am Fusse des Mount Kenya, gut eingelebt, schreibt COMUNDO-Fachperson Harry Boldt in seinem aktuellen Rundbrief. Als Medienpädagoge bringt er in der Bildungseinrichtung «Don Bosco» Lehrkräfte auf den neuesten Stand der Computertechnik.

Nie gewöhnen möchte er sich aber «an die allgegenwärtige Armut, an die Menschen, die täglich 14 Stunden und mehr arbeiten, an den flächendeckend herumliegenden Müll.» Diese Bilder wolle er im Kopf behalten, hält er fest. «Sie sollen mir helfen, einen sinnvollen Beitrag zu leisten.»

Vom – aus europäischer Sicht – desolaten Städtebild kommt er im Rundbrief auf die grassierende Korruption, Bestechung und Vetternwirtschaft im Land zu sprechen. Und er macht sich Gedanken, wie den entwicklungsbedürftigen Ländern Afrikas geholfen werden könnte: «Was wirklich hilft, ist eine Änderung der Einstellung! Und zwar sowohl bei den Geberländern als auch bei den heutigen sogenannten Entwicklungsländern.» Lösungsansätze sieht er im wirtschaftlichen und interkulturellen Austausch, in der partnerschaftlichen Kooperation auf Augenhöhe, in der Hilfe zur Selbsthilfe, in der Bildung.

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