Neue Fachpersonen brechen in den Süden auf

Zehn Frauen und Männer reisen als COMUNDO-Fachpersonen in verschiedene Länder der Welt aus, um sich gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort für mehr soziale Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen einzusetzen.

V.l.n.r. Hinten: Joaquin Salazar, Madeleine Colbert, Aline Wicki, Horst Hühnlein, Nuria Frey, Marc Fessler. Vorne: Christine Blaser, Luz Marina Jaramillo, Sara Imperatori (auf dem Bild fehlen: Yina Avella, Sandra Wechner). Bild: Marcel Kaufmann, COMUNDO

Mitte Juni bis anfangs Juli 2017 sind die zukünftigen Fachpersonen auf der Geschäftsstelle von COMUNDO in Luzern während drei intensiven Wochen auf ihren Einsatz in Lateinamerika, Afrika und in den Philippinen vorbereitet worden. Sieben von ihnen werden einen dreijährigen Einsatz leisten, drei absolvieren ein einjähriges Praktikum.
 
Christine Blaser, 30, Sozialarbeiterin: Jugendarbeit in Kenia (Praktikum)  
In Kürze geht es los: Christine Blaser aus Zürich reist am 18. September nach Kenia aus. Dort wird sie für ein Jahr ein Praktikum in Nairobi bei Mukuru Slums Development Projects absolvieren. «Dieses Projekt sprach mich sehr an, denn es geht darum, Jugendliche zu unterstützen, ihren Weg zu finden», so die Sozialarbeiterin. So wird sie mit lokalen Berufskollegen/-innen zusammenarbeiten und die Fallführung weiterentwickeln.

Madeleine Colbert, 36, Sozialanthropologin: Frauenförderung in Nicaragua
Ab September wird sich Madeleine Colbert in Matagalpa, Nicaragua bei der Landarbeiter- und Kleinbauernorganisation ATC-UNAPA engagieren. Vor allem Frauen leben in dieser Region oft unter prekären Bedingungen. Madeleine Colbert wird ATC-UNAPA im Bereich der Frauenförderung unterstützen und dafür sorgen, dass die Aktivitäten besser auf die unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse von Frauen und Männern ausgerichtet sind.

Marc Fessler, 32, Wirtschafts-/Umweltingenieur: Tourismusförderung in Peru
Marc Fessler reist am 2. Oktober nach Cusco in Peru. Dort wird der 32-Jährige die COMUNDO-Partnerorganisation «Inkas Vivientes» unterstützen – eine Vereinigung, in der sich 50 indigene Familien zusammengeschlossen haben. Mangels Perspektiven verlassen viele junge Leute ihre Dörfer in den Anden. Deshalb möchte «Inkas Vivientes» einen sanften Tourismus fördern und dadurch neue Einkommensquellen für die Bevölkerung erschliessen. 
 
Nuria Frey, 30, Geografin: Stärkung der indigenen Bevölkerung in Peru
Von Bern nach Cusco: Am 17. August reist Nuria Frey nach Peru aus. Die 30-Jährige wird bei der Organisation CEDEP Ayllu, die sich für die Entwicklung indigener Gemeinschaften einsetzt, tätig sein. Die Wahrung der Umwelt, die Stärkung der Menschenrechte sowie der Rechte der indigenen Bevölkerung werden zu den Hauptaufgaben der Geografin zählen: Denn die Region ist reich an Rohstoffen, an denen internationale Unternehmen Interesse haben.

Horst Hühnlein, 58, KFZ-Meister: Ausbildung für Automechatroniker in Kenia
Worauf sich Horst Hühnlein bei seinen Einsatz in Kenia am meisten freut? «Aufs Essen! Auf Ugali, Maismehlbrei, den in Kenia alle essen», lacht der KFZ Meister aus Deutschland, der ab September die Partnerorganisation «Don Bosco» in einem Ausbildungszentrum für benachteiligte Jugendliche tätig sein wird. Er wird im Bereich der Automechanik/-mechatronik Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien auf den aktuellen Stand bringen. 
 
Sandra Wechner, 29, Politologin: Frauenförderung in Bolivien (Praktikum)
Bereits seit anfangs Juni in La Paz, der Hauptstadt Boliviens, als Praktikantin im Einsatz ist die Politologin Sandra Wechner. Die 29-jährige ist dort für die Fundación Levántate Mujer tätig. Die NGO unterstützt in verschiedenen Städten wirtschaftlich und sozial benachteiligte sowie oftmals von Gewalt betroffene Frauen, Zugang zu einkommensgenerierenden Tätigkeiten zu erhalten. Auch sollen sich die Frauen politisch für ihre Anliegen einsetzen.   
 
Aline Wicki, 27, Sozialpädagogin: Sozialarbeit in Peru
Aline Wicki wird in Lima, im Randbezirk Comas/Collique, im «Centro de Educomunicación San Viator» ihr Wissen im Bereich der Sozialarbeit einbringen. Die Partnerorganisation setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Randregionen ein. In verschiedenen Zentren werden von Gewalt, Armut, Schulabbruch, Kriminalität und Arbeitslosigkeit betroffene Minderjährige und junge Erwachsene betreut und gefördert, um ihnen eine Lebensperspektive zu ermöglichen.  
 
Im Einsatz mit COMUNDO Fribourg und COMUNDO Bellinzona
 
Yina Avella, 30, Juristin: Rechtliche Beratung und Recherche in Kolumbien (Praktikum)
Bereits seit April mit COMUNDO Bellinzona in Kolumbien ist die 30-jährige Juristin Yina Avella. In der Partnerorganisation «Corporación Claretiana» unterstützt sie in ihrem einjährigen Praktikum die indigene Bevölkerung, die Opfer bewaffneter Konflikte geworden ist, in rechtlichen Angelegenheiten. Auch Recherche und Dokumentierung von Einzelfällen werden Teil ihrer ihrer Tätigkeit sein.

Sara Imperatori, 31, Lehrerin: Jugendarbeit auf den Philippinen
Ab November wird Sara Imperatori das Apostolische Vikariat Bontoc-Lagawe in der Jugendarbeit unterstützen. Viele Jugendliche aus der Region verlassen ihre Dörfer, um in der Stadt Bontoc zur Schule zu gehen. Gemeinsam mit ihren Kollegen wird Sara das eingeschränkte Freizeitangebot für die Jugendliche erweitern, neue Wege der nachhaltigen Finanzierungen finden, und junge Freiwillige in der Organisationen und Durchführung von Sommercamps begleiten.

Joaquin Salazar, 57, Berater nachhaltige Entwicklung: Organisationsentwicklung in Nicaragua
Mit COMUNDO Fribourg nach Nicaragua reisen Joaquin Emilio Salazar und Luz Marina Jaramillo (mitreisende Partnerin). Der 57-jährige Berater wird sich dort für die Partnerorganisation PRODESSA im Bereich der Organisationsentwicklung engagieren. Das Ziel von PRODESSA besteht darin, Bauernfamilien durch Aus- und Weiterbildung dazu zu befähigen, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern und die Entwicklung ihrer Region selber zu bestimmen.
 
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